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Zahlungsmethoden & Währungen in der Schweiz: Guide zur Steigerung Deiner Conversion im Schweizer E-Commerce
Zahlungsgewohnheiten in der Schweiz
Warum Payment in der Schweiz anders ist
Schweizer Kundinnen und Kunden sind im Onlinekauf sehr erfahren. Gleichzeitig ist ihre Erwartungshaltung an Klarheit besonders hoch. Das zeigt sich vor allem im Checkout: Sobald etwas "unklar" wirkt (Währung, Zusatzkosten, ungewohnte Zahlungsart, fehlende Sicherheitssignale), steigen Abbrüche schnell an.
Drei Gründe, warum Payment in der Schweiz oft anders funktioniert als in EU-Märkten:
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Erstens ist Transparenz ein Vertrauenssignal: Schweizer Kunden wollen früh verstehen, was sie zahlen, in welcher Währung, und ob noch Gebühren dazukommen könnten.
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Zweitens sind lokale Gewohnheiten stark: Wer vertraute Schweizer Zahlungsmethoden anbietet, wirkt sofort “richtiger” für den Markt.
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Drittens ist die mobile Nutzung hoch: Ein Checkout, der mobil schnell und reibungslos läuft, ist ein direkter Conversion-Hebel. Die Zahlen untermauern das: Bereits 52 % aller Online-Einkäufe in der Schweiz erfolgen per Smartphone, und 75 % der Online-Shopper nutzen Shopping-Apps (Anstieg seit 2021). Mobile Zahlungen machen inzwischen 69,1 % aller Online-Transaktionen aus. Wer seinen Checkout nicht mobil optimiert, verliert also über die Hälfte seines Potenzials.
Vertrauen und Sicherheit als Schlüsselfaktoren
Laut Swiss Payment Monitor sind Mobile Payments im Distanzhandel inzwischen das meistgenutzte Zahlungsmittel. Für den Onlinehandel ist Mobile Payment damit struktureller Standard.
Payment ist Teil der Customer Experience. Vertrauen entsteht nicht durch grosse Versprechen, sondern durch kleine Signale:
Dazu gehören bekannte Payment-Logos an den richtigen Stellen (Produktseite, Warenkorb, Checkout), klare Texte zur Abrechnung (CHF, Endpreis, Rückerstattung), saubere Fehlerbehandlung ohne kryptische Meldungen sowie stabile Performance ohne Nachladen, Umwege oder unerklärte Fehlschläge.
Wenn Du in der Schweiz skalieren willst, lohnt sich ein einfacher Grundsatz: Mach den Checkout so vertraut wie möglich und so erklärungsfrei wie möglich.
Beliebte Zahlungsarten im Schweizer E-Commerce
Die richtige Auswahl an Zahlungsmethoden in der Schweiz hängt von Sortiment, Zielgruppe und Preispositionierung ab. Trotzdem gibt es klare Standards – von TWINT-Zahlungsmöglichkeiten über Rechnung bis zur Kreditkarte –, die Du mindestens prüfen solltest.
TWINT: Der Schweizer Standard (besonders mobil)
TWINT ist in der Schweiz extrem präsent und wird von vielen Kundinnen und Kunden als schnelle, einfache Standardlösung wahrgenommen, vor allem mobil über die TWINT App. Der Conversion-Effekt entsteht oft weniger durch "mehr Auswahl", sondern durch das Gefühl: Das ist für mich gemacht.
Die Zahlen sprechen für sich: TWINT hat über 6 Millionen Nutzer in der Schweiz – verknüpft mit Konten von PostFinance, UBS, Raiffeisen und weiteren Banken – und ist mit 66,7 % aller mobilen Transaktionen klarer Marktführer. Im Distanzhandel liegt der Anteil der TWINT-Zahlungen sogar bei 70,2 %. Das bedeutet: Wer TWINT nicht anbietet, schliesst de facto zwei Drittel der mobilen Käufer aus.
Internationale Shops wie Temu oder Shein zeigen, wie das aussieht: TWINT wird gleichwertig neben Apple Pay, PayPal und Kreditkarte angeboten und kann gespeichert werden – ein klarer Conversion-Vorteil im mobilen Checkout.
TWINT wirkt besonders stark, wenn Deine mobilen Zielgruppen und Traffic-Anteile hoch sind, bei niedrigeren bis mittleren Warenkorbgrössen (Impulskäufe, Wiederkäufe), bei Convenience-Produkten wie Beauty, Zubehör, Sport oder Lifestyle – und generell, wenn Du Schweizer Kundinnen und Kunden schnell “abholen” willst.
Best Practices für TWINT:
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TWINT als sichtbare Option im Checkout, nicht nur "versteckt" im Dropdown
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Logo früh zeigen (Warenkorb oder Checkout-Start)
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Checkout mobil testen: wenige Schritte, keine Medienbrüche
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TWINT-Flow konsequent testen (Abbruch, Timeout, Wiederaufnahme). Wichtig für Cross-Border-Händler: TWINT ist aktuell nicht für Ausländer verfügbar – es funktioniert weder mit deutschem Konto noch aus Österreich (TWINT Österreich gibt es nicht). Du bietest es also gezielt für Deine Schweizer Kundschaft an.
Kauf auf Rechnung: Vertrauen, Kontrolle und oft ein Conversion-Treiber
Rechnung ist in der Schweiz für viele Zielgruppen ein Vertrauensanker. Sie gibt Kundinnen und Kunden Kontrolle und reduziert das gefühlte Risiko. Gerade bei höherpreisigen Warenkörben oder bei neuen Shops kann Rechnung die Kaufbereitschaft deutlich erhöhen.
Rechnung ist besonders wichtig bei höherpreisigen Produkten (Premium, Electronics, Home & Living), bei Neukunden, die Deine Marke noch nicht kennen, bei Zielgruppen, die Sicherheit und Kontrolle priorisieren, sowie bei B2B-nahen Käufergruppen oder wiederkehrenden Bestellungen.
Daten aus dem Swiss Payment Monitor zeigen: Bei Einkäufen über 500 CHF sind Kreditkarte (27,1 %) und Rechnung (25,4 %) gleichauf die Favoriten. Rund 70 % der Schweizer Händler bieten Rechnung an – nicht ohne Grund. Moderne Formen wie die QR-Rechnung Schweiz oder eBill Schweiz (E-Rechnung) mit Zahlungszielen von 14–30 Tagen sind im Schweizer E-Commerce Standard.
Worauf Du achten solltest:
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Klarheit bei Zahlungsfrist und Mahnprozess (kurz und verständlich)
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Transparente Regelung für Teilretouren und Teilrückerstattung
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Betrugs- und Risikomanagement (ohne Kunden unnötig zu frustrieren)
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Support vorbereiten: Rechnung, Zahlungsstatus, Mahnprozess sind Top-Themen
Wichtig: Buy-Now-Pay-Later (BNPL) wächst parallel zum klassischen Rechnungskauf. Der Schweizer BNPL-Markt wird 2025 auf ca. 2,12 Mrd. USD geschätzt, mit jährlichem Wachstum von rund 12 %. Anbieter wie Swissbilling/Cembra, Klarna oder PayPal erweitern das Spektrum. Überlege, ob Teilzahlungsoptionen für Deine Zielgruppe Sinn machen.
Kreditkarte: Visa, Mastercard, Amex
Kreditkarte bleibt Standard. Die Visa Karte ist in der Schweiz am weitesten verbreitet, gefolgt von Mastercard Schweiz. American Express Schweiz (Amex) bedient das Premium-Segment. Entscheidend ist ein reibungsloser Flow: Wenn Kartenzahlung technisch wackelt (3D Secure Schleifen, zu viele Schritte), kostet Dich das sofort Conversion.
Best Practices für Kreditkarte:
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möglichst wenige Eingaben, gute mobile Usability
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klare Fehlermeldungen und "Retry" ohne Frust
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Payment-Logos früh sichtbar
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"Speichern für nächstes Mal" nur anbieten, wenn Du es sauber erklären kannst
Die zunehmende Nutzung von Neobanken wie Neon, Yuh oder Revolut – oft mit Visa Debit Schweiz oder Debit Mastercard – zeigt, dass vereinfachte Zahlprozesse weiter an Bedeutung gewinnen.
PayPal und alternative Anbieter
PayPal Schweiz ist bekannt und wird in vielen Shops angeboten. Trotzdem ist PayPal im Checkout weniger dominant als in anderen Ländern. In der Schweiz sind lokale Lösungen wie TWINT und Rechnung die stärkeren Vertrauenssignale.
Apple Pay verzeichnet starkes Wachstum, während Google Pay und Samsung Pay deutlich dahinter zurückbleiben.
Globale Methoden wie Lastschrift oder Sofortüberweisung haben in der Schweiz nur begrenzte Bedeutung. Kryptowährungen spielen im E-Commerce praktisch keine Rolle und können ignoriert werden.
Die Faustregel: Nicht "möglichst viele" Zahlungsarten gewinnen, sondern die richtigen, gut integriert. TWINT ist in vielen Fällen die stärkste PayPal-Alternative in der Schweiz. Wer hier eine reibungslose Integration bietet, hat einen direkten Conversion-Vorteil.
CHF vs. EUR: Warum die Währung entscheidend ist
Preispsychologie in der Schweiz
Währung ist im Checkout ein psychologischer Faktor. Wenn Du Preise in EUR zeigst, zwingst Du Schweizer Kundinnen und Kunden dazu, im Kopf umzurechnen. Das erzeugt Unsicherheit, verlangsamt Entscheidungen und erhöht Abbrüche. Besonders stark wird dieser Effekt bei höherpreisigen Warenkörben, gemischten Warenkörben (Rabatte, Versand, Einfuhrlogik) und mobilen Checkouts (weniger Geduld, schneller Abbruch).
Preise in CHF wirken dagegen "lokal" und geben Sicherheit. Viele Kundinnen und Kunden bewerten nicht nur den Preis, sondern auch das Risiko. CHF reduziert dieses Risiko-Gefühl. Rund 84 % aller Online-Zahlungen erfolgen innerhalb der Schweiz. Das unterstreicht, wie wichtig eine klare CHF-Positionierung für den Heimmarkt ist.
Für EU-Händler gilt zusätzlich: Importkosten (Zölle/MWST) sollten im Checkout transparent sein (siehe Cross-Border-Tipp unten).
Conversion-Auswirkungen bei EUR-Preisen
Grenzüberschreitende Euro-Zahlungen sind via SEPA technisch möglich. Aber für Schweizer Kunden ist CHF der Standard – Preise in EUR wirken fremd und reduzieren Vertrauen.
EUR-Preise kosten Dich oft Potenzial:
Typische Effekte sind mehr Abbrüche im Warenkorb und Checkout (“Wie viel ist das in CHF?”), mehr Rückfragen zu Gebühren und Wechselkurs, weniger Vertrauen bei Erstkäufen (“Ist das wirklich für die Schweiz?”) und geringere Bereitschaft für Upselling, weil das Preisgefühl unsicher ist.
Wenn Du in der Schweiz wachsen willst, ist CHF-Anzeige ein sehr häufiger Quick Win.
Cross-Border-Tipp: Transparenz über Einfuhrkosten
Bei EU-Sendungen in die Schweiz zählt nicht nur die Währung, sondern Transparenz über Zusatzkosten. Hauptgrund für negative Reviews: überraschende Zoll- und MWST-Nachforderungen bei Lieferung (typisch CHF 15–65+ Abfertigungsgebühren).
Die Lösung: DDP-Versand mit allen Importkosten bereits im Checkout bezahlt – Lieferung wie Inland, ohne Nachzahlung oder Zoll-Interaktion.
Cross-Border-Tipp: Transparenz über Einfuhrkosten
Bei EU-Sendungen in die Schweiz zählt nicht nur die Währung, sondern Transparenz über Zusatzkosten. Hauptgrund für negative Reviews: überraschende Zoll- und MWST-Nachforderungen bei Lieferung (typisch CHF 15–65+ Abfertigungsgebühren).
Die Lösung: DDP-Versand mit allen Importkosten bereits im Checkout bezahlt – Lieferung wie Inland, ohne Nachzahlung oder Zoll-Interaktion.
Umsetzung in der Praxis: DDP strukturiert integrieren
Viele Händler erkennen den Vorteil eines DDP-Modells, stehen jedoch vor der operativen Herausforderung: Importabgaben müssen korrekt berechnet, Sendungen sauber deklariert und Retouren kundenfreundlich organisiert werden. Damit Transparenz im Checkout tatsächlich eingehalten wird, braucht es eine Lösung, die technische Integration und Logistik verbindet.
Mit SmartGate Flex lässt sich ein solches DDP-Setup in bestehende Shopsysteme integrieren. Importabgaben werden automatisiert im Checkout berücksichtigt, Sendungen als DDP abgewickelt und Retouren über eine Schweizer Rücksendeadresse organisiert. Über API- oder Plugin-Anbindungen kann das Modell nahtlos in gängige E-Commerce-Systeme eingebunden werden.
Für Schweizer Kundinnen und Kunden entsteht dadurch ein Einkaufserlebnis, das sich wie eine Inlandslieferung anfühlt – mit einem Endpreis, der im Checkout transparent bleibt.
Wechselkurs- und Rundungsprobleme
Ein Klassiker: Du zeigst EUR an, belastest aber später in CHF mit Kursabweichung. Das fühlt sich für Kunden wie eine Preisänderung an.
So vermeidest Du Friktion:
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konsistente Währung über die gesamte Journey (Produktseite bis Bestellbestätigung)
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stabile Umrechnung, wenn Du mit Wechselkursen arbeitest
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klare Rundungslogik (keine "krummen" Endpreise, die unprofessionell wirken)
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klare Aussage, in welcher Währung belastet wird
Checkout-Optimierung: Abbrüche reduzieren
Typische Checkout-Abbruchgründe (und wie Du sie reduzierst)
Checkout-Abbrüche entstehen meist durch kleine Stolpersteine.
Die häufigsten Muster:
Am häufigsten fehlt die bevorzugte Zahlungsart (kein TWINT, keine Rechnung, keine passende Karte). Die Währung passt nicht (EUR statt CHF, unklare Belastung, Kursunsicherheit). Es gibt zu viele Schritte (unnötige Felder, zu viel Scrollen, zu viel Tippen mobil). Es herrscht Unsicherheit durch fehlende Vertrauenssignale oder unklare Infos. Oder das Payment schlägt fehl, ohne dass ein klarer nächster Schritt angeboten wird.
Studien belegen: Rund 8,5 % der Käufer brechen den Kauf ab, wenn ihre favorisierte Zahlungsmethode nicht verfügbar ist. Bei 1.000 Checkout-Starts sind das 85 verlorene Kunden. Sichtbare Zahlungsarten bereits im Warenkorb reduzieren Unsicherheit deutlich.
Du reduzierst Abbrüche am effektivsten, wenn Du die Top-Zahlungsarten sichtbar machst, CHF sauber ausspielst, Checkout-Schritte minimierst und klare Microcopy einsetzt ("So funktioniert Rückerstattung", "Abrechnung in CHF").
Technische und rechtliche Aspekte
Payment Service Provider für die Schweiz
Für internationale Händler ist ein Payment Service Provider (PSP) oft die Basis, um mehrere Zahlungsarten effizient anzubinden. Grosse PSPs wie Stripe oder Adyen bieten TWINT als Zahlungsoption bereits nativ an. In der Schweiz ist entscheidend, dass Dein PSP TWINT und Rechnung sinnvoll unterstützt (je nach Ziel), CHF-Abrechnung und Settlement sauber abbildet, gute Reporting- und Reconciliation-Funktionen liefert und stabile Checkout-Performance bietet (mobil, Peak-Zeiten).
Achte intern auf saubere Prozesse:
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klare Abrechnungszyklen (Settlement)
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transparente Gebühren pro Zahlungsart
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Rückerstattungsprozesse (voll, teil, nach Retoure)
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saubere Buchhaltung und Zuordnung (Bestellung ↔ Zahlung ↔ Rückerstattung)
Gerade bei Rechnung und Teilretouren ist es wichtig, dass Systeme das sauber abbilden, sonst eskaliert der Aufwand im Support und Finance.
Wichtig ist, Endpreise klar zu kommunizieren und keine widersprüchlichen Aussagen zwischen Warenkorb, Checkout und Bestellbestätigung zu machen. Bei internationalen Setups braucht es eine klare Darstellung, ob Einfuhrkosten enthalten sind oder nicht. Und die Rückerstattungslogik sollte verständlich erklärt sein: wann, wie und welcher Betrag.
Aktuelle Trends und Prognosen
Der Schweizer E-Commerce wächst weiter: Der Online-Umsatz erreichte 2024 rund 18 Mrd. CHF (17,3 % des Gesamtumsatzes im Detailhandel), ein Anstieg von über 20 % seit 2021. Parallel verändert sich das Zahlungsverhalten. Der klassische Rechnungskauf bleibt wichtig, doch Buy-Now-Pay-Later (BNPL) und digitale Teilzahlungsoptionen wachsen stark und ergänzen das etablierte Angebot. Gleichzeitig steigen die regulatorischen Anforderungen: Seit 2023 gilt in der Schweiz das neue Datenschutzgesetz (DSG), das die Verarbeitung von Zahlungs- und Kundendaten stärker reglementiert. Händler, die früh auf DSG-konforme Prozesse setzen, schaffen damit ein zusätzliches Vertrauenssignal im Checkout.
Best Practices und häufige Fehler
Best Practices: So wird Dein Payment Setup "Swiss-ready"
- CHF als Standard ausspielen (mindestens für Schweizer Nutzer)
- TWINT und Rechnung prüfen und sauber integrieren (je nach Zielgruppe)
- Mobile Checkout priorisieren (wenige Schritte, schnelle Performance)
- Rückerstattung klar kommunizieren (kurz, konkret, sichtbar)
- Fehlerfälle testen (Zahlung abgebrochen, Karte abgelehnt, Retoure)
- Messen und iterieren (A/B Tests: Zahlungsarten-Reihenfolge, CHF-Anzeige, Microcopy)
- Sicherheit und Datenschutz kommunizieren (DSG-konform seit 2023)
Häufige Fehler (und wie Du sie vermeidest)
Ein häufiger Fehler ist ein zu schmales Zahlungsangebot. Wenn Kunden ihre bevorzugte Option nicht sehen, brechen sie ab. Du brauchst nicht “alles”, aber ein passendes Set für Deine Zielgruppe.
Ebenso problematisch: Kein TWINT oder keine Rechnung im Checkout – gerade für Vertrauen sind das oft Schlüsseloptionen.
Auch eine inkonsistente Währungsdarstellung (EUR auf der Produktseite, CHF im Checkout) wirkt wie eine Preisänderung – die Lösung ist eine konsistente CHF-Journey. Schlechte Payment-UX (zu viele Schritte, unklare Fehlermeldungen) und unklare Rückerstattungsprozesse kosten ebenfalls Conversion.
Fazit: Payment und CHF sind direkte Umsatzhebel in der Schweiz
Die aktuellen Marktdaten zeigen klar: Erfolgreiche Schweizer Shops setzen auf ein hybrides Payment-Setup, das lokale Gewohnheiten respektiert und gleichzeitig moderne digitale Erwartungen erfüllt. In der Schweiz entscheidet Payment nicht nur darüber, ob Kunden bezahlen können, sondern ob sie sich sicher fühlen. Die grössten Hebel sind oft überraschend simpel: vertraute Zahlungsarten, klare CHF-Preise, saubere Kommunikation und ein Checkout, der mobil ohne Reibung funktioniert.
Wenn Du diese Basics konsequent umsetzt, reduzierst Du Checkout-Abbrüche, stärkst Vertrauen und steigerst Conversion sowie Warenkorbgrösse.
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Quellen
TWINT – Offizielle Presse-Informationen
https://www.twint.ch/en/press/twint-590-mio/
Moneyland – Schweizer Zahlungsumfrage
https://www.moneyland.ch/en/swiss-payments-survey-2022
SwissPayment Monitor – ZHAW / Uni St.Gallen
https://www.zhaw.ch/en/medien/medienmitteilungen/detail-news-releases/event-news/swiss-payment-monitor-growth-in-mobile-payments-slows
FintechNewsCH – Mobile Payments in Schweizer Online-Händlern
https://fintechnews.ch/mobilepayments/adoption-of-mobile-payment-apps-among-swiss-online-retailers-soars/64166/
Online Retailer Survey (Handelsverband Schweiz / FHNW)
https://handelsverband.swiss/wp-content/uploads/2025/11/251112_Zumstein_et-al_Online-Retailer-Survey_2025.pdf
FHNW Onlinehändlerbefragung 2025 – Fokus aufTWINT-Umsatzanteile
https://www.fhnw.ch/de/die-fhnw/hochschulen/hsw/media-newsroom/news/media/251008_zumstein_et-al_onlinehaendlerbefragung_2025.pdf/%40%40display-file/file
PostFinance – Zahlungsanbieter für Onlineshops
https://www.postfinance.ch/de/unternehmen/produkte/einkassieren/onlineshop.html
Swiss Payment Monitor 2025 (Detailbericht) – Universität St.Gallen / ZHAW
https://fsi.unisg.ch/fileadmin/user_upload/HSG_ROOT/Institut_FSI/Dokumente/Aktuelle_Forschung/Report_Swiss_Payment_Monitor_2025-1_final_en.pdf
Swiss Payment Monitor – Offizielle Ergebnisse &Einordnung
https://www.swisspaymentmonitor.ch/aktuelle-ergebnisse
PostFinance Pay
https://www.postfinance.ch/de/unternehmen/produkte/einkassieren/zahlungsloesungen/postfinance-pay.html
PostFinance Omni-Payment (Online & POS)
https://www.postfinance.ch/de/unternehmen/produkte/einkassieren/omnichannel/combo-payment-flex.html